Ernst-Ehrlicher-Park, Englischer Garten und Klostergarten in Hildesheim, Deutschland.
Der Ernst-Ehrlicher-Park ist ein 4,8 Hektar großer Englischer Landschaftsgarten in Hildesheim, im Norden vom Dyesgraben und im Westen und Süden vom Mühlengraben begrenzt. Seine großen Rasenflächen, alten Bäume, kleinen Brücken und verbundenen Teiche stammen aus der Umgestaltung des Gartens der Villa Dyes um 1885. Die Teiche waren ursprünglich Fischteiche des Godehardiklosters; der nördliche wurde 1461 zum Stadtgraben erweitert.
Das Gelände war zunächst der Garten des Godehardiklosters, erstmals urkundlich erwähnt am 11. März 1146, wo die Mönche drei Fischteiche anlegten und am Hang zur heutigen Straße Weinberg Wein anbauten. 1461 wurde der nördliche Teich zum Stadtgraben erweitert. Nach der Säkularisation ging das Land an die Stadt über, und um 1885 wurde der Villengarten der Familie Dyes als Englischer Landschaftsgarten umgestaltet, am 29. Juni 1929 als Dyes-Park öffentlich zugänglich und 1938 in Ernst-Ehrlicher-Park umbenannt.
Der Park ist nach Ernst Ehrlicher (1872–1951) benannt, dem langjährigen Oberbürgermeister Hildesheims, der 1938 in den Ruhestand ging. 2006 legte das Frauen-Labyrinth-Projekt ein Rosenlabyrinth mit 23 m Durchmesser und 600 m Weglänge an, gedacht als Ort der Begegnung für alle.
Der Park hat mehrere Wege zum Spazieren und viele Ruhebänke verteilt über die Fläche. Er ist leicht zugänglich und kann zu jeder Jahreszeit besucht werden.
Die seltene Kahlrückige Waldameise nistet nahe dem Dyesgraben an warmen, sonnigen Stellen, und die Schuppenwurz (Lathraea squamaria) blüht dort im März und April rosa. An den Teichen sind manchmal Eisvogel und Waldkauz zu sehen, und im Park und den angrenzenden Wallanlagen leben mehrere Fledermausarten. Zu ihrem Schutz wurden 2016 im Entwicklungskonzept 30 Habitatbäume ausgewiesen.
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