Neue Welt, Historisches Landgut am Leutfresserweg, Würzburg, Deutschland.
Die Neue Welt ist ein Gutshof bei Würzburg mit Wohngebäuden und Stallungen, die sich um eine breite Terrasse mit Blick auf die Festung Marienberg gruppieren. Das Anwesen liegt oberhalb der Stadt und bietet von seiner Lage aus einen freien Ausblick auf die Befestigungsanlage und die Landschaft ringsum.
Das Anwesen wurde zwischen 1864 und 1866 von Johann Adam Wadenklee gegründet, blieb aber durch Kriegsereignisse unvollständig. Die ursprüngliche Planung konnte nicht vollständig umgesetzt werden und das Projekt endet kleiner als anfangs beabsichtigt.
Der Ort wurde von der Malerin Gertraud Rostosky in den 1920er Jahren als Treffpunkt für Künstler und Schriftsteller genutzt. Diese Zeit prägte das Anwesen als Schauplatz künstlerischer Austausche und Diskussionen, was bis heute in seiner Gestaltung nachwirkt.
Das Anwesen liegt etwa eine halbe Stunde zu Fuß vom Zentrum Würzburgs entfernt und ist heute in Privatbesitz. Eine Gedenkplakette erinnert an die künstlerische Bedeutung des Ortes, doch das Grundstück selbst ist nicht frei zugänglich.
Während des Zweiten Weltkriegs diente das Anwesen als Notunterkunft für Vertriebene. Trotz der schweren Bombardierungen Würzburgs blieb die Neue Welt selbst fast unbeschädigt, was ihre Lage oberhalb der Stadt begünstigte.
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