Männer von Hunteburg, Moorleichen in Bohmte, Deutschland
Die Männer von Hunteburg sind zwei konservierte Leichname aus der Eisenzeit, die 1949 beim Torfabbau im Campemoor gefunden wurden. Sie werden heute im Niedersächsischen Landesmuseum in Hannover aufbewahrt und erforscht.
Die Leichname stammen aus dem Zeitraum zwischen 245 und 415 n. Chr. und waren etwa 105 Zentimeter unter der Mooroberfläche begraben. Sie lagen dicht beieinander und bieten seltene Einblicke in das Leben dieser fernen Epoche.
Die Moorleichen zeigen, wie Menschen in dieser Zeit ihre Verstorbenen behandelten und welche Kleidung sie trugen. Man kann an den gefundenen Stoffen sehen, dass die Handwerker bereits Färbetechniken beherrschten und Textilien von hoher Qualität herstellten.
Diese Funde werden im Museum in Hannover bewahrt und sind dort für Besucher zugänglich, die sich für Archäologie und prähistorische Kulturen interessieren. Wer die Originalfundstelle besichtigen möchte, kann das Moorgebiet in der Nähe von Bohmte erkunden.
Die Mäntel der beiden Männer gehören zu den am besten erhaltenen Textilien der Eisenzeit aus ganz Europa. Einer der Umhänge war ursprünglich in leuchtenden Blau- und Gelbtönen gefärbt, was die fortgeschrittene Handwerkstechnik der Zeit zeigt.
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