Neuer Jüdischer Friedhof, Jüdischer Friedhof in Johannstadt, Deutschland.
Der Neuer Jüdischer Friedhof ist eine Begräbnisstätte mit rund 2.600 Gräbern auf einem großzügigen Gelände im Stadtteil Johannstadt. Am Eingang steht ein Leichenhaus, das der Architekt Ernst Giese entwarf und das die zentrale Aufmerksamkeit beim Betreten des Friedhofs auf sich zieht.
Der Friedhof wurde 1867 gegründet, nachdem die jüdische Gemeinde Dresdens Land vom Königreich Sachsen kaufte und damit das Platzproblem des Alten Jüdischen Friedhofs löste. Die Entstehung war ein wichtiger Schritt für die wachsende Gemeinde, um ihre Toten auf würdige Weise zu bestatten.
Der Friedhof spiegelt eine Vermischung jüdischer und christlicher Bestattungstraditionen wider, da die Gräber nicht nach Osten ausgerichtet sind und Blumen sowie christliche Symbole auf den Grabsteinen erlaubt waren. Diese Praxis zeigt, wie sich die jüdische Gemeinde Dresdens in die lokale Kultur integrierte.
Der Ort ist an mehreren Tagen der Woche geöffnet und kann nach Vereinbarung besucht werden, wobei eine vorherige Anmeldung empfohlen wird. Der Friedhof liegt leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar im Dresdner Stadtteil Johannstadt.
1975 wurde ein besonderes Grab errichtet, das beschädigte Torahrollen aus der Zeit des Nationalsozialismus aufbewahrt. Dieses Denkmal erinnert an die Verluste der Gemeinde während des Krieges.
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