Normalhöhenpunkt 1879, Nullhöhenpunkt in Berlin, Deutschland
Das Normalhöhenpunkt 1879 ist ein Messbezugspunkt in Berlin, der als Standardreferenz für Höhenvermessungen in Deutschland diente. Die Stelle ist durch eine 2,50 Meter hohe Stahlstele gekennzeichnet, die sich in der Nähe des Jüdischen Museums befindet und auf eine historische Vermessungspraxis hinweist.
Der Vermessungspunkt wurde 1879 von der Preußischen Landesvermessung etabliert und basierte auf Wasserstandsmessungen aus Amsterdam. Nach einigen Jahrzehnten verlagerte sich die Basis für nationale Höhenmessungen an einen anderen Standort, wodurch diese Stelle zu einem historischen Zeichen wurde.
Der Ort trägt den Namen einer Messung aus dem Jahr 1879 und steht heute als stilles Zeichen technischer Genauigkeit im Stadtbild. Besucher sehen hier ein Denkmal für eine Zeit, als solche Vermessungspunkte die Grundlage für alle Kartierungsarbeiten im Land bildeten.
Der Ort liegt in der Nähe des Jüdischen Museums und ist zu Fuß leicht zu erreichen. Besucher sollten beachten, dass es sich um einen kleinen, diskreten Punkt handelt, der leicht übersehen werden kann, daher ist Aufmerksamkeit beim Suchen nötig.
Der Punkt wurde bewusst am Geburtstag von Kaiser Wilhelm I. errichtet und trägt damit ein Jahrhundert-altes politisches Datum in sich. Diese Verbindung zwischen wissenschaftlicher Präzision und höfischer Zeremonie zeigt, wie Vermessungsprojekte damals auch Staatsangelegenheiten waren.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.