Nebelhöhle, Naturdenkmal und Schauhöhle bei Lichtenstein, Deutschland
Die Nebelhöhle ist ein Kalksteinkomplexsystem in den Schwäbischen Alpen mit etwa 380 Metern Länge und zahlreichen Tropfsteinformationen, die sich über Jahrtausende gebildet haben. Der unterirdische Bereich mit Stalaktiten und Stalagmiten ist für Besucher zugänglich gemacht worden.
Die Höhle wurde 1486 erstmals urkundlich erwähnt und hieß damals Nebelloch. Die bedeutende Veränderung kam 1803, als Friedrich I. von Württemberg einen Besuch machte und danach Verbesserungen zur besseren Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit erfolgten.
Der Name der Höhle verweist auf den Nebel, der entsteht, wenn warme Untergrundluft auf kalte Außenluft trifft und die mystische Nebelwolke an der Öffnung entstehen lässt. Einheimische und Besucher haben dieses Naturschauspiel seit Jahrhunderten beobachtet und als charakteristisches Merkmal des Ortes wahrgenommen.
Der Abstieg in die Kammern erfordert etwa 140 Stufen zu bewältigen, und der Untergrund bleibt das ganze Jahr über konstant bei etwa 9,5 Grad Celsius kühl. Es ist ratsam, angemessene Kleidung mitzubringen und festes Schuhwerk zu tragen, da die Wege im Inneren feucht und rutschig sein können.
Ein besonderer Aspekt ist das jährliche Nebelhöhlenfest, das seit 1803 am Pfingstmontag stattfindet und tausende Besucher anzieht. Dieses Fest verbindet Tradition mit dem Ort und macht ihn zu einem sozialen Treffpunkt für die Gemeinde.
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