Palais Marschall, Palast aus dem 18. Jahrhundert in der Wilhelmstrasse, Berlin, Deutschland
Der Palais Marschall war ein Stadtpalais mit symmetrischer Fassade und dekorativen Steinelementen in der Wilhelmstrasse. Das Gebäude erstreckte sich über beträchtliche Länge und prägte durch seine klassizistische Architektur das Stadtbild dieser zentralen Gegend.
Der Minister Samuel von Marschall ließ 1737 dieses Palais errichten und beauftragte Architekt Philipp Gerlach, der zugleich mehrere bekannte Berliner Plätze gestaltete. Später übernahm die Berliner Bankenverein 1871 das Anwesen und veranlasste umfangreiche Umgestaltungen, einschließlich der Schaffung der Vossstrasse 1874.
Im Gartenhaus des Palastes feierten die deutschen Literaten Bettina und Achim von Arnim 1811 ihre Hochzeit.
Das Gelände war leicht zugänglich von den nahegelegenen Straßen aus und bot eine zentrale Lage für Besucher. Die unmittelbare Umgebung mit ihren Verbindungen zu anderen bedeutenden Strukturen des Viertels machte die Orientierung für Erkunder einfach.
Otto von Bismarck wohnte in unmittelbarer Nachbarschaft und versuchte das Palais für Regierungszwecke zu erwerben, konnte jedoch den Kaufpreis nicht aufbringen. Dieses gescheiterte Vorhaben zeigt die politischen und finanziellen Grenzen selbst einflussreicher Personen der Zeit.
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