Quadriburgium, archäologische Stätte in Deutschland
Das Castrum Quadriburgium ist eine römische Militäranlage in Bedburg-Hau, die Überreste eines rechteckigen Kastells mit vier Ecken zeigt. Die Mauern aus Stein und ein Graben, der es umgab, sind teilweise noch erkennbar und dokumentieren die Bauweise der römischen Grenzverteidigung entlang des Rheins.
Die Anlage wurde nach dem Batavischen Aufstand um 70 n. Chr. errichtet und diente zur Kontrolle der Rheingrenze. Im 3. Jahrhundert wurde sie verstärkt und später von Kaiser Probus nach 276 n. Chr. wieder aufgebaut, was ihre andauernde strategische Bedeutung für die römische Verteidigung zeigt.
Der Name Quadriburgium stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "Vierecksburg", was die quadratische Form des Kastells widerspiegelt. Heute können Besucher noch die Grundrisse erkennen und verstehen, wie die römischen Soldaten diesen strategischen Ort nutzten, um die Grenze zu überwachen und zu schützen.
Der Ort liegt auf einem kleinen Hügel in der Nähe des Rheins und ist leicht zugänglich für Wanderer und Geschichtsinteressierte. Besuchern wird empfohlen, bequeme Schuhe zu tragen, da das Gelände uneben ist und viele Überreste teilweise unter der Erde verborgen sind.
Der römische General Julian, der später Kaiser wurde, besuchte diese Stätte 359 n. Chr. während eines Militärzuges gegen die Franken. Sein Besuch unterstreicht, dass dieser Ort noch lange nach seiner Gründung ein wichtiger Verteidigungspunkt in der Region blieb.
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