Reichsburg Kyffhausen, Mittelalterliche Burgruine im Kyffhäuser, Thüringen, Deutschland
Die Kyffhausen-Burg ist eine ausgedehnte Burgruine auf dem Nordostrücken des Kyffhäuser-Gebirgszugs in Thüringen, die sich über etwa 600 Meter in die Länge erstreckt. Die Anlage besteht aus mehreren Gebäuderesten mit einem markanten Bergfried, von wo aus man über die umliegende Landschaft blicken kann.
Die Burg wurde um 1000 n. Chr. unter Kaiser Heinrich IV. als Festung zum Schutz königlicher Gebiete südlich des Harzes gegründet. Die erste dokumentierte Zerstörung erfolgte 1118, und die Anlage wurde später mehrfach wieder aufgebaut und verändert, bis sie schließlich aufgegeben wurde.
Die Ruine ist seit Jahrhunderten Gegenstand von Sagen und Legenden über Kaiser Barbarossa, der einer Sage nach unter dem Berg schlafen soll. Besucher spüren heute noch die Kraft dieser Geschichten, die den Ort zu einem Symbol deutscher Mythen gemacht haben.
Sie können den hohen Bergfried besteigen und dabei Ausstellungen zur Burggeschichte sehen, während Sie von oben die Landschaft überblicken. Das Gelände ist zu Fuß erkundbar, und die Wege ermöglichen einen Rundgang durch die verschiedenen Bereiche der Ruine.
Im Burggelände befindet sich ein mittelalterlicher Brunnen, der etwa 176 Meter in die Tiefe reicht und zu den tiefsten Burgruinenbrunnen Mitteleuropas gehört. Dieser beeindruckende Schacht war ein technisches Meisterwerk seiner Zeit und zeugt von großem Aufwand bei der Wasserversorgung.
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