Rittberg-Krankenhaus, Ehemaliges Krankenhaus und Architekturdenkmal in Steglitz-Zehlendorf, Deutschland
Das Rittberg-Krankenhaus ist ein ehemaliges Krankenhausgebäude und Denkmal in Steglitz-Zehlendorf mit einer imposanten drei-flügeligen Struktur aus Putzmauerwerk und charakteristischen Mansarddächern. Die Fassade verbindet neugotische Elemente mit Jugendstil-Details und schafft eine ungewöhnliche Mischung aus formaler Architektur.
Das Gebäude wurde 1904 als erstes homöopathisches Krankenhaus Berlins gegründet, initiiert durch die Berliner Vereinigung homöopathischer Ärzte und den Wohltäter Carl Ferdinand Wieseke. Während des Zweiten Weltkriegs diente es weiterhin medizinischen Zwecken und verlor später seine ursprüngliche Funktion.
Das Gebäude erinnert an die medizinische Geschichte Berlins und seine Rolle als Ort der Heilung für verschiedene Bevölkerungsgruppen. Besucher können sehen, wie der Bau die Hoffnungen und Ideale der frühen Homöopathie-Bewegung widerspiegelt.
Der Komplex ist heute Sitz des Deutschen Roten-Kreuz-Bundesverbandes und wurde nach umfangreichen Renovierungen im Jahr 2000 für neue Nutzungen adaptiert. Die Zugänglichkeit und Öffnungszeiten können je nach aktueller Funktion des Gebäudes variieren.
Der Architekt Theodor Thöns entwarf das Gebäude bewusst in einer Form, die eher einem Schloss als einem Krankenhaus ähnelt, was die Vorstellungen der frühen Krankenhaus-Architektur grundlegend herausforderte. Dieses ungewöhnliche Design sollte Patienten trösten und ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Würde vermitteln.
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