Sandmühle, historischer Mühlenhof im Südosten des Duisburger Stadtteils Huckingen
Die Sandmühle ist ein historisches Wassermühlengebäude in Duisburg-Huckingen mit massiven Stein- und Holzstrukturen, die über Jahrhunderte erhalten blieben. Das Bauwerk stand neben einem kleinen Fluss und war mit Wasserkanälen verbunden, die das Wasser zu einem Mühlrad leiteten, um Getreidemühlsteine anzutreiben.
Die Sandmühle wurde im 12. oder 13. Jahrhundert auf einer Steinfundament errichtet und wurde 1448 erstmals schriftlich erwähnt, als der Herzog von Jülich-Berg die Besitzverhältnisse bestätigte. Über Jahrhunderte wechselte sie zwischen adeligen Familien, wurde später mit einer Turbine statt Rädern ausgestattet und stellte 1956 ihre Getreidemahltätigkeit ein.
Die Sandmühle ist im Ortsteil Huckingen ein Zeichen für die handwerkliche Tradition und die Abhängigkeit der lokalen Bevölkerung von Wasserkraft. Der Ort erinnert die Bewohner an ihre gemeinsame Geschichte und verbindet sie mit den Wurzeln ihrer Region.
Das Gebäude ist heute ein unter Denkmalschutz stehendes Baudenkmal, das in Teilen als Wohnungen und kleine Geschäfte genutzt wird, sodass man die Außenseite und die alte Wasserkraft-Infrastruktur besichtigen kann. Die Lage neben der Düsseldorfer Landstraße macht es leicht zugänglich, und der ruhige Ort bietet Raum zum Umherlaufen und zum Betrachten der historischen Wassergräben und massiven Mauern.
Die Mühle hat mindestens sechs verschiedene Bauphasen durchlaufen, was Archäologen in ihren Untersuchungen festgestellt haben. Diese Entdeckung zeigt, wie sich das Gebäude vom einfachen mittelalterlichen Bauwerk langsam zu einer komplexeren Struktur entwickelte, während es über die Jahrhunderte hinweg immer wieder angepasst wurde.
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