Haus Böckum, Wasserburg in Duisburg-Huckingen, Deutschland
Haus Böckum ist eine Wasserfestung in Duisburg, die mit Gräben und massiven Mauern erbaut wurde. Die Anlage besteht aus mehreren Gebäudeteilen und ist von Wasser umgeben, was die ursprüngliche Verteidigungsfunktion deutlich zeigt.
Haus Böckum wurde 1345 erstmals als Thyderich van den Boken erwähnt, der als Dietrich von Rheinheim identifiziert wird. 1405 zerstörten Kölner Söldner die Burg während der Kalkumer Fehden. Von etwa 1440 bis 1760 besaßen die Herren von Buer die Anlage, und der Ostflügel mit Turm und Steinbrücke ersetzte 1661 eine Zugbrücke.
Der Name Böckum leitet sich von „Hof zu den Buchen“ ab, nach dem Buchenwald, der einst bis an die Anlage reichte und von dem nur der Duisburger Stadtwald übrig ist. Die Herren von Böckum besaßen zudem das Stroetrecht, das Recht, im Wald Wildpferde zu halten, das neben dem Herzog von Berg nur wenigen Rittersitzen wie Heltorf und Broich zustand.
Das Gelände ist eingezäunt, das Betreten untersagt; die Anlage ist nur von außen zu sehen. Die gemauerte Brücke und der Ostflügel mit seinem Turm sind die ältesten Teile und liegen zum früheren Wassergraben hin. Wegen des Verfalls hat die Stadt ein ordnungsbehördliches Verfahren gegen den Besitzer eingeleitet; das Anwesen steht zum Verkauf.
Haus Böckum besaß das Stroetrecht, das Recht, im Wald Wildpferde zu halten; neben dem Herzog von Berg stand dieses Vorrecht nur wenigen Rittersitzen zu, etwa Heltorf, Broich und Landsberg.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.776 Mitwirkenden weltweit.