Schloss Gesmold, Kulturdenkmal in Melle, Deutschland.
Schloss Gesmold ist ein Renaissance-Schloss in Melle mit einer zweiwingigen Struktur, einem vierstöckigen Wohnturm und mehreren wassergefüllten Gräben rund um das Hauptgebäude. Die Anlage besteht aus Sandsteinmauern und weist typische Merkmale einer Wasserburg auf, die zum Schutz vor unerwünschten Eindringlingen konzipiert wurde.
Das ursprüngliche Bauwerk entstand im 12. Jahrhundert und gehörte der Familie Gesmele, bis die Eigentümer 1400 zur Familie von dem Bussche wechselten. Unter der Herrschaft des Bischofs von Osnabrück von 1608 bis 1664 wurden bedeutende Umbauten durchgeführt und der Renaissancestil geprägt.
Der Name des Schlosses leitet sich von der Adelsfamilie Gesmele ab, deren Wappen noch heute sichtbar ist. Die Besucher können diese historischen Symbole bei einem Rundgang durch die Räume entdecken.
Das Schloss ist von Donnerstag bis Sonntag mit einem kleinen Shop zugänglich, wobei Führungen für Gruppen ab zehn Personen im Voraus angemeldet werden müssen. Besucher sollten bei feuchtem Wetter geeignetes Schuhwerk tragen, da die Bereiche rund um die Gräben rutschig werden können.
Fünf Steinkanonenkugeln sind in die Schlossmauern eingebettet und könnten Überreste einer gescheiterten Belagerung aus dem Jahr 1436 sein. Diese Geschosse sind heute noch sichtbar und erinnern an die militärische Vergangenheit der Anlage.
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