Holter Burg, Mittelalterliche Burgruine in Bissendorf, Deutschland.
Holter Burg ist eine Burgruine aus dem Mittelalter in Bissendorf mit den Resten eines Rundturms, einer Befestigungsmauer und einem ausgedehnten Grabensystem. Die Anlage erstreckt sich über ein großes Areal und zeigt die typische Verteidigungsstruktur einer mittelalterlichen Herrschaftsburg.
Die Holter Burg war der Stammsitz der erstmals 1134 erwähnten Edelherren von Holte. Eine Brandschicht von etwa 1165 zeigt, dass die Anlage wieder erneuert und genutzt wurde. Die Quellen widersprechen dem Zerstörungsdatum 1144 einer um 1500 verfassten Chronik; die Archäologie spricht für eine Zerstörung um 1200, und 1261 war bereits von der „ehemaligen Burg“ die Rede.
Die Familie der Holte prägte die Region durch ihre Verbindung zu dieser Burg, die als Sitz ihrer Herrschaft diente. Einige Familienmitglieder erreichten hohe kirchliche Positionen und trugen zur religiösen Geschichte der Region bei.
Das Gelände ist für Besucher frei zugänglich und erlaubt einen guten Überblick über die Burganlage von mehreren Blickwinkeln. Bei feuchtem Wetter sollte man auf den rutschigen Böschungen und Grabenrändern vorsichtig treten.
Der zentrale Rundturm maß 15,5 Meter im Durchmesser bei 5,5 Meter dicken Mauern; die Kapelle daneben war wegen des abfallenden Geländes teilunterkellert. Bei den Ausgrabungen 1997 und 2006 fand man zurückgelassenen Schmuck, Haushaltsgeräte und Münzen, die den hohen Stand der Bewohner belegen.
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