Großsteingrab Teufelssteine, Neolithisches Großsteingrab in Osnabrück
Die Teufelssteine sind ein neolithisches Ganggrab vom Typ Emsländische Kammer (Sprockhoff-Nr. 914) im Norden Voxtrups in Osnabrück. Die ost-westlich orientierte Kammer ist etwa 12,9 Meter lang und zwei Meter breit; sie besteht aus 14 aufrechten Tragsteinen, die sechs Decksteine tragen, wobei je einer fehlt. Die Kammer liegt in einer ovalen Einfassung, von der noch etwa ein Dutzend Steine erhalten sind; die Zugangslücke ist in der Mitte der Südseite zwischen dem dritten und vierten Tragstein erkennbar.
Das Denkmal wurde zwischen 3500 und 2800 vor Christus von der Trichterbecherkultur errichtet, einer frühen Agrargesellschaft in Nordeuropa. Es zeigt, wie diese frühzeitlichen Gemeinschaften ihre Toten in steinernen Kammern bestatteten und damit wichtige religiöse oder soziale Funktionen erfüllten.
Das Grab wird auch Teufelsbett, Düvelsteine oder Lehzensteine genannt; die Umgebung trug historisch den Namen Teufelsheide. Es liegt an der Straße der Megalithkultur, einer Tourismusroute zu Großsteingräbern Nordwestdeutschlands. Im selben Osnabrücker Stadtteil stehen zwei weitere Gräber, die Sundermannsteine und die Gretescher Steine.
Das Grabmal befindet sich in einem kleinen Waldgebiet inmitten von Industrieanlagen und ist das ganze Jahr über für Besucher erreichbar. Der Zugang ist kostenlos und die Umgebung ermöglicht es Besuchern, die Struktur aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Die ovale Einfassung der Kammer besteht nur noch aus etwa einem Dutzend Steinen; die Kammer ist 12,9 m lang und rund 2 m breit, von den sechs Decksteinen und 14 Tragsteinen fehlt jeweils einer. Die Zugangslücke ist in der Mitte der südlichen Langseite zwischen dem dritten und vierten Tragstein noch zu erkennen.
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