Großsteingrab Teufelssteine, Neolithisches Großsteingrab in Osnabrück
Die Teufelssteine sind ein neolithisches Kammergrab in Osnabrück, das aus mehreren großen Steinen besteht, die einen langen Hohlraum für Bestattungen bilden. Das Bauwerk wird von insgesamt zwölf hochkant aufgerichteten Steinen gestützt, die die Seitenwände und das Innere des Grabes bilden.
Das Denkmal wurde zwischen 3500 und 2800 vor Christus von der Trichterbecherkultur errichtet, einer frühen Agrargesellschaft in Nordeuropa. Es zeigt, wie diese frühzeitlichen Gemeinschaften ihre Toten in steinernen Kammern bestatteten und damit wichtige religiöse oder soziale Funktionen erfüllten.
Der Name Teufelssteine stammt aus dem Mittelalter, als Menschen diese alten Steine übernatürlichen Kräften zuschrieben. Besucher können heute noch sehen, wie diese Deutung die lokale Vorstellung bis in die Gegenwart geprägt hat.
Das Grabmal befindet sich in einem kleinen Waldgebiet inmitten von Industrieanlagen und ist das ganze Jahr über für Besucher erreichbar. Der Zugang ist kostenlos und die Umgebung ermöglicht es Besuchern, die Struktur aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Die Anlage ist von einem unvollständigen Steinkreis umgeben, bei dem lediglich ein Stützstein und eine Deckplatte fehlen. Diese fast intakte Anordnung macht sie zu einem seltenen Beispiel für die ursprungliche Konfiguration solcher neolithischen Monumentale.
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