Schloss Gifhorn, Renaissance-Schloss in Gifhorn, Deutschland
Schloss Gifhorn ist eine Residenzburg aus dem 16. Jahrhundert in der niedersächsischen Stadt Gifhorn, die von einem breiten Wassergraben umgeben ist. Der Grundriss ist trapezförmig, an jedem Eck steht ein Turm, und die Fassaden zeigen typische Merkmale der Weserrenaissance.
Herzog Franz von Braunschweig-Lüneburg ließ die Burg zwischen 1525 und 1581 erbauen und machte sie zum Zentrum seines Herrschaftsgebietes. Im Laufe der Jahrhunderte verlor das Schloss seine militärische Funktion und wurde schließlich in ein Museum umgewandelt.
Die Schlosskapelle aus dem 16. Jahrhundert gilt als erste protestantische Kirche auf deutschem Boden und enthält die Grabmäler von Herzog Franz und Clara von Lauenburg. Wer sie betritt, sieht, wie die herrschende Familie ihren neuen Glauben in Stein festgehalten hat.
Das Schloss liegt im Zentrum von Gifhorn und ist gut zu Fuß vom Bahnhof erreichbar. Der Wassergraben und der Außenbereich sind frei zugänglich, während das Museum im Inneren zu den üblichen Öffnungszeiten besucht werden kann.
Unter dem Schloss verlaufen unterirdische Gänge, die sogenannten Wallgänge, welche die Ecktürme mit dem Hauptgebäude verbinden. Ein erhaltener Abschnitt dieser Tunnel ist für Besucher begehbar und zeigt, wie die Verteidigung der Anlage einst funktioniert hat.
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