Sprengstofffabrik Fasan, Militärische Sprengstoffanlage in Bobingen, Deutschland
Die Sprengstofffabrik Fasan ist ein ehemaliges Sprengstoffwerk in Bobingen, das auf beiden Seiten des Flusses Wertach liegt. Die einzelnen Produktionsgebäude wurden mit Abstand voneinander errichtet, um die Gefahr von Kettenexplosionen zu verringern.
Das Werk nahm im Dezember 1938 den Betrieb auf und wurde während des Zweiten Weltkriegs zu einem zentralen Produktionsstandort für Sprengstoffe. Nach dem Krieg wurde die Produktion eingestellt und das Gelände einer anderen Nutzung zugeführt.
Die Gebäude der Anlage zeigen typische Industriearchitektur aus den späten 1930er-Jahren, mit einfachen Backsteinbauten und funktionalen Grundrissen. Wer das Gelände besucht, erkennt noch heute, wie Arbeit und Sicherheitsvorschriften den Bau der einzelnen Hallen geprägt haben.
Das Gelände in Bobingen lässt sich von mehreren Seiten betreten und ist über eine eigene Bahnverbindung zum Bahnhof Bobingen angebunden. Wer das weitläufige Areal erkunden möchte, sollte festes Schuhwerk mitbringen, da die Wege zwischen den Gebäuden lang sein können.
Die Fabrik setzte das sogenannte KA-Salzverfahren ein, eine Produktionstechnik, die in den 1940er-Jahren zu den fortschrittlichsten ihrer Art gehörte. Dieses Verfahren war in Deutschland damals nur an wenigen Standorten im Einsatz.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.