Stadtwald Göttingen und Kerstlingeröder Feld, Naturschutzgebiet in Göttingen, Deutschland.
Das Stadtwald Göttingen und Kerstlingeröder Feld ist ein Naturschutzgebiet, das die größte zusammenhängende Kalkbuchenwald-Fläche im südlichen Niedersachsen beherbergt und sich über etwa 1200 Hektar erstreckt. Das Gebiet zeigt verschiedene Waldtypen und Feuchtbereiche mit vielen unterschiedlichen Lebensräumen.
Das Kerstlingeröder Feld diente zwischen 1928 und 1992 als Militärübungsplatz, nachdem das Gebiet seit dem Mittelalter landwirtschaftlich genutzt wurde. Diese lange Geschichte prägte die heutige Landschaft und die Struktur des Schutzgebiets.
Der Wald zeigt noch heute Spuren alter Ackernutzung mit Wiesen und Weiden, die zeigen, wie die Menschen in der Gegend um Göttingen früher das Land bewirtschaftet haben. Diese Landschaftselemente prägen das Aussehen des Gebiets bis heute.
Das Gebiet ist durch markierte Wege erschlossen, auf denen Besucher den Wald erkunden können, während gleichzeitig seltene Schmetterlinge, Fledermäuse und Vogelarten geschützt werden. Gut zu Fuß erreichbar, bietet das Areal Möglichkeiten für Naturbeobachtung und ruhige Wanderungen.
Eine Wildtierdurchfahrt über der B27-Straße wurde 2013 erbaut und ermöglicht es Wildkatzen und anderen Tieren, sicher zwischen den Waldgebieten zu wandern. Diese Konstruktion zeigt, wie Infrastruktur und Naturschutz zusammengebracht werden können.
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