Stuhlmannbrunnen, Kupferbrunnen auf dem Platz der Republik in Altona, Hamburg, Deutschland
Der Stuhlmannbrunnen ist eine Brunnenanlage auf dem Platz der Republik in Altona, Hamburg. Aus einem 10 mal 20 Meter großen Becken erhebt sich eine 7,5 Meter hohe Gruppe aus zwei hohlen Kupferblech-Zentauren, die um einen riesigen Fisch ringen; kleinere Bronze-Echsen, ein Triton und eine Nereide am Rand speien Wasser auf sie.
Günther Ludwig Stuhlmann, Gründer der Altonaer Gas- und Wasseranstalt AG, vermachte seiner Vaterstadt 1869 rund 75.000 Mark für einen Springbrunnen, einen Kirchturm, ein Leichenhaus und einen öffentlichen Garten. Nach der Verlagerung des Altonaer Bahnhofs und dem Umbau des alten Gebäudes zum Rathaus (eröffnet 1898) gewann der Berliner Bildhauer Paul Türpe den Wettbewerb mit seinem Modell „Kampf“. Der Brunnen wurde am 1. Juni 1900 eingeweiht und kostete etwa 45.000 Mark.
Die Skulptur gilt als Allegorie auf die lange Konkurrenz zwischen Altona und Hamburg in Fischfang und -verarbeitung, bei der um 1900 Altona die Nase vorne hatte. Viele Altonaer empfanden zudem die seit dem 16. Jahrhundert bestehende „Rechthaberei“ Hamburgs als etwas, das mit Altonas Eingemeindung nicht endete. 2010 wurde das Altonaer Stadtwappen am Brunnenrand befestigt, womit ein Teil von Stuhlmanns Testament erfüllt war.
Das Denkmal steht auf dem Platz der Republik und wird seit 2005 abends beleuchtet, was es für nächtliche Spaziergänge und Fotografie interessant macht. Der Ort ist leicht zu Fuß erreichbar und bietet genügend Platz, um das Kunstwerk aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Nur die kleinen Echsen am Beckenrand sind aus Bronze gegossen; die siebeneinhalb Meter hohe Zentaurengruppe ist eine Hohlkonstruktion aus zwei Millimeter starkem, verschweißtem Kupferblech auf einem Eisengerüst, gefertigt vom Berliner Kupferschmied Otto Bommer nach dem Modell Paul Türpes.
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