Turmhügelburg Lütjenburg, Mittelalterliche Burg und Freilichtmuseum in Lütjenburg, Deutschland.
Die Motte Lütjenburg ist eine mittelalterliche Burgenanlage mit einem aufgeschütteten Erdwall, auf dem eine Befestigung stand. Das Museum zeigt Modelle und Erklärungen zum Aufbau solcher Wehrbauten und wie Adlige ihre Landstriche von hier aus verwalteten.
Die Lütjenburger Motte ist eine freie Rekonstruktion eines befestigten Sitzes des 12.–13. Jahrhunderts aus der Christianisierung Wagriens, die seit 2003 mit dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein entsteht. Ihre Formen gehen auf Grabungen am Kleinen und Großen Schlichtenberg, eine Motte auf dem Teppich von Bayeux und einen Turm auf einem Aquarell Dürers zurück. Allein im Kreis Plön sind über 40 solcher Turmburgen nachweisbar.
Die Anlage wird von einem eingetragenen Verein verwaltet, dessen Mitglieder die Gebäude besonders in den Sommermonaten in historischer Kleidung mit zeitgemäßen Werkzeugen betreiben. Es finden mittelalterliche Märkte statt, wobei Wert auf historisch möglichst korrekte Darstellungen gelegt wird. Die nach dem Vorbild der Kapelle von Fuhlenhagen errichtete Kapelle kann nach Absprache für Trauungen genutzt werden.
Die Anlage ist ganzjährig zugänglich, in den Wintermonaten gibt es jedoch Besuchseinschränkungen. Es werden Führungen angeboten. Der Turm hat einen ebenerdigen Zugang, und eine Holzbrücke führt über den Wassergraben zum drei Meter hohen Burghügel. Auf dem Gelände finden Mittelaltermärkte und Veranstaltungen statt.
Die Rekonstruktionen zeigen nicht nur Mauern, sondern auch wie Menschen in mittelalterlichen Zeiten in und um die Burg lebten und arbeiteten. Diese Details machen verständlich, dass es hier um alltägliches Leben ging, nicht nur um militärische Stärke.
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