Wildnis-Trail Nationalpark Eifel, Fernwanderweg
Der Wildnis Trail ist ein etwa 85 Kilometer langer Wanderweg durch den Nationalpark Eifel in Nordrhein-Westfalen, der vier Etappen mit jeweils 18 bis 25 Kilometern bietet. Der Weg führt durch Buchenwälder, vorbei an Bächen und Wiesen, über das Staubecken Urft und verbindet mehrere Dörfer vom Süden bei Monschau-Höfen bis zum Norden bei Zerkall.
Das Gebiet war bis 2005 ein Militärübungsplatz und entwickelt sich seitdem zur Wildnis zurück, während der Nationalpark 2004 gegründet wurde mit dem Ziel, die Natur sich selbst zu überlassen. Der Wanderweg verbindet historische Orte wie das Kloster Mariawald und verlassene Siedlungen, die die Besiedlungsgeschichte der Region erzählen.
Der Wildnis Trail führt durch Landschaften, die von Generationen von Bewohnern geprägt wurden und nun zur Wildnis zurückkehren. Die Wanderer können alte Siedlungen wie Wollseifen und das Kloster Mariawald sehen, die zeigen, wie Menschen früher in dieser Region lebten und arbeiteten.
Der Weg ist gut beschildert mit Wildkatzen-Symbolen und kann flexibel in vier Etappen oder kürzere Abschnitte aufgeteilt werden, je nach persönlicher Vorliebe. Besucher sollten während Stürmen oder schlechtem Wetter nicht auf dem Weg wandern, da herabfallende Äste eine Gefahr darstellen, und müssen auf markierten Pfaden bleiben, da sich unerklärte Munition aus der militärischen Nutzung im Boden befinden kann.
Das Gebiet durchlebt einen einzigartigen Prozess der Rückwilderung, bei dem die Natur nach Jahrzehnten militärischer Nutzung wieder Platz greift und Wildnis über mehrere Jahrzehnte organisch entstehen soll. Wanderer können hautnah beobachten, wie Wälder wachsen und Wildtiere wie Rehe und Füchse die Landschaft zurückgewinnen.
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