Wasserturm Nord, Industrieller Wasserturm in Halle (Saale), Deutschland.
Der Wasserturm Nord ist eine 54 Meter hohe Backsteinstruktur mit einem verjungten Schaft und einem schiefergedeckten Turm mit Eisenwerk an der Spitze. Das Gebaude enthielt einen Wassertank mit einem Fassungsvermoegen von 1500 Kubikmetern, der nach dem Otto-Intze-System konzipiert war.
Die Struktur wurde zwischen 1897 und 1899 unter Leitung des Architekten Ewald Genzmer errichtet. Der Betrieb endete 1965, nachdem ein Fernnetz die Wasserversorgung aus den Regionen Ostharz und Elbaue ubernommen hatte.
Die Basis des Turms zeigt kunstvolle Sandsteinskulpturen von Meereslebewesen, die von den Künstlern Fr. Guth und Fr. Mänicke geschaffen wurden. Diese dekorativen Elemente verleihen dem Industriebau eine überraschende künstlerische Dimension, die sein Aussehen prägt.
Der Standort ist am besten zu Fuss erreichbar und bietet einen guten Ueberblick von aussen auf die gesamte Struktur. Besucher sollten Zeit fuer eine Nahaufnahme der Sandsteinskulpturen an der Basis einplanen, um die kunstlerischen Details vollstaendig zu wuerdigen.
Nach der Stille des Betriebs wurde das Gebaude zwischen 1992 und 1999 umfassend restauriert und beherbergt nun die Zentrale des Vereins zur Erhaltung von Wassertuermen in Halle. Diese Umnutzung zeigt, wie Industriebaudenkmaler neues Leben erhalten koennen.
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