Steintor-Varieté, Kulturdenkmal Theater in Halle (Saale), Deutschland.
Das Steintor-Varieté ist ein Theatergebäude in Halle (Saale) mit einer restaurierten Fassade und einem großen Saal, der etwa 1200 Besucher aufnehmen kann. Der Innenraum bietet die nötige Infrastruktur für Varieté-Shows, Konzerte und andere Veranstaltungen.
Das Theater eröffnete am 1. Februar 1889 in der Reithalle, die der Pferdehändler Emil Lözius im Mai 1868 eröffnet hatte. Zwischen 1884 und 1886 diente die Halle als Interim-Stadttheater, später nahm sie das Walhalla-Varieté auf. Nach 1914 wurde daraus ein Operettentheater; Anfang der 1920er Jahre nutzte man das Walhalla-Theater als Kino und Ringkampfarena, ab 1925 wieder als Varietébühne. Während des Zweiten Weltkriegs geschlossen, erhielt es nach 1945 den Namen Steintor-Varieté.
Der Name Steintor-Varieté, seit 1945 gebräuchlich, verweist auf das Hallesche Steintorviertel. In der DDR war es neben dem Friedrichstadtpalast in Berlin und dem Lindenhof in Zwickau eine von nur drei Varietébühnen des Landes. Die Mitteldeutsche Zeitung nennt es das „wahrscheinlich älteste Varieté-Theater der Welt“.
Das Theater liegt zentral in Halle und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Bei der Planung eines Besuchs sollte man sich vorher informieren, welche Veranstaltungen gerade stattfinden und wie lange die Zugänge offen sind.
Das Gebäude hatte mehrere Leben: Es war Reitschule, dann Operettenhaus und sogar Kino, bevor es sich zum heutigen Varietétheater entwickelte. Diese vielfältige Geschichte zeigt, wie flexibel der Raum den Bedürfnissen der Stadt angepasst wurde.
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