Wasserübergabe Hamm, Wasserbautechnische Anlage am Datteln-Hamm-Kanal, Deutschland
Die Wasserübergabe Hamm ist ein Bauwerk mit Pumpstation und Turbinensystem am Datteln-Hamm-Kanal, das den Wasserfluss zwischen der Lippe und dem Kanalnetz reguliert. Die Anlage nutzt ein Klappenüberfallwehr, um Lippewasser auf 58,15 Meter anzuheben und so Höhenunterschiede für die Stromerzeugung zu schaffen.
Das Bauwerk wurde 1914 mit der Eröffnung des Datteln-Hamm-Kanals in Betrieb genommen und ersetzte eine ältere Pumpstation an der Alte Fahrt-Brücke. Die Anlage war Teil der großen Kanalisierungsprojekte, die Westdeutschland mit modernem Wassertransportnetz ausstatten sollten.
Die Anlage steht für die Ingenieurskunst des Industriezeitalters und zeigt, wie die Region Wasser gezielt für Schifffahrt und Energiegewinnung nutzte. Besucher sehen hier ein Beispiel praktischer Ingenieursleistung, die das Alltags- und Wirtschaftsleben in Westfalen prägte.
Die Anlage ist von außen sichtbar und am besten von den Wegen entlang des Kanals zu erreichen, wo man die technischen Bauteile beobachten kann. Gutes Schuhwerk ist ratsam, da die Wege je nach Witterung matschig sein können.
Das Klappenüberfallwehr schafft einen Höhenunterschied von mehreren Metern zwischen dem Fluss und dem Kanal, wodurch Turbinen Strom erzeugen können. Dieser Nebeneffekt der Wasserregulierung war eine frühe Anwendung von Wasserkraft für die Stromerzeugung im deutschen Kanalsystem.
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