Alboinplatz, Gartendenkmalplatz in Schöneberg, Berlin, Deutschland
Der Alboinplatz ist ein ovales Gartendenkmal von rund 230 Metern Durchmesser, das im Zuge der Alboinstraße an der Grenze zwischen Schöneberg und Tempelhof liegt. In seinem Südteil befindet sich die Blanke Helle, ein 2.500 m² großer, unter Straßenniveau eingetiefter See, umgeben von Wiesen mit Birken, Buchen, Eiben und Holunder. Am steileren Südufer steht eine Steinskulptur eines Auerochsen oder Stiers aus grauen und beigen Blöcken, deren Kopf mit vorspringendem Maul zum Wasser weist.
Landschaftsarchitekt Erwin Barth gestaltete den Platz zwischen 1912 und 1932 als grüne Oase für die wachsende Stadt. Die Gegend entwickelte sich daraufhin zu einem beliebten Erholungsort für Berliner.
Der Platz ist nach Alboin benannt, dem König der Langobarden von vor 526 bis 572/573 und Gründer des langobardischen Reichs in Oberitalien. Am denkmalgeschützten Alboinkontor, der ehemaligen Schwarzkopf-Fabrik von 1928 bis 1930 nach Plänen von Carl Mackensen an der Ecke Alboin-/Magirusstraße, zeigt seit etwa 2004 eine Silhouette den König zu Pferd. Die Stierskulptur am Südufer erschließt sich über eine Sage um die Blanke Helle.
Der Platz ist leicht mit der U-Bahn über die Station Kaiserin Augusta oder mit Buslinien 106 erreichbar. Das Gelände ist frei zugänglich und lädt zu allen Jahreszeiten zum Erkunden ein.
Der See entstand während der Eiszeit und erhielt 2004 den Status eines Naturdenkmals. Diese geologische Geschichte macht ihn zu einem wertvollen Ort für Naturliebhaber.
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