Rauenberg, Gedenkstein und Triangulationsstation in Tempelhof, Deutschland
Rauenberg ist ein Denkmal in Tempelhof, das aus einem überdimensionierten würfelförmigen TP-Stein aus Granit besteht, der aus einem turmähnlichen Aufbau herausragt. Bronze- und Kupferplatten auf der Ost- und Westseite zeigen die Koordinaten und eine Abbildung des preußischen Hauptdreiecksnetzes. Es steht etwa zehn Meter oberhalb der historischen Gipfelhöhe des Rauenberges.
Der Triangulationspunkt Rauenberg wurde 1853 zum Fundamentalpunkt des preußischen Hauptdreiecksnetzes, mit astronomischen Messungen von 1853 und 1859. Er definierte das Rauenberg-Datum auf dem Bessel-Ellipsoid, das später für das Reichsdreiecksnetz (1940) und das Deutsche Hauptdreiecksnetz bis 1991 diente. Der ursprüngliche Hügel wurde um 1910 durch Kiesabbau zerstört, woraufhin der Helmertturm in Potsdam zum Zentralpunkt erklärt wurde.
Die Ostseite des Denkmals trägt eine Bronzeplatte mit den Koordinaten und dem Azimut zur Marienkirche; die Westseite eine Kupferplatte mit der Gravur des preußischen Hauptdreiecksnetzes von 1900. Der Entwurf stammt aus einem Wettbewerb des Berliner DVW, und der Granitblock bildet einen überdimensionierten Vermessungsstein nach.
Das Denkmal wurde zwischen 2008 und 2010 restauriert, nachdem es durch Vandalismus beschädigt wurde. Beachten Sie, dass Bäume heute die ursprüngliche Sichtlinie zur Marienkirche verdecken, weshalb Sie den Ort aus verschiedenen Blickwinkeln erkunden sollten.
Das Denkmal steht etwa zehn Meter über der historischen Gipfelhöhe des Rauenbergs, der um 1910 durch Kiesabbau zerstört wurde. Der heute sichtbare Hügel ist die Marienhöhe, die 1949–1951 mit Trümmerschutt aus dem Zweiten Weltkrieg aufgeschüttet wurde und heute eine öffentliche Grünanlage ist.
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