Windknollen, Gipfel in Jena, Deutschland.
Der Windknollen ist ein 363 Meter hoher, kahler Berg nordwestlich des Saaletals bei Jena, dessen Untergrund aus Muschelkalkstein besteht und der überwiegend von subkontinentalem Halbtrockenrasen bedeckt ist. Das Plateau ist ein 195 Hektar großes Naturschutzgebiet im FFH-Gebiet Isserstedter Holz – Mühltal – Windknollen und trägt Kurzgrasvegetation, die an nordamerikanische Prärie und mongolische Steppe erinnert. Alte Schützengräben, Hangkanten und zugewachsene Müllkippen prägen das Gelände, auf dem Gipfel steht der Napoleonstein.
Der Hügel war Schauplatz der Schlacht von Jena und Auerstedt und wird durch den Napoleonstein gekennzeichnet, der an diese Ereignisse erinnert. Später diente das Gelände als Militärübungsplatz, bis die militärische Nutzung 1990 endete.
Der Name Windknollen bezieht sich auf die windige Lage des Hügels, die das Landschaftsbild prägt. Die trockenen Grasflächen und speziellen Pflanzen schaffen eine ungewöhnliche Landschaft, die an Steppenlandschaften erinnert und viele seltene Tierarten anzieht.
Der Hügel ist über mehrere Wanderwege zugänglich, die zu verschiedenen Jahreszeiten gute Bedingungen bieten. Die Wege sind mit Orientierungshilfen markiert und eignen sich für Besucher unterschiedlicher Erfahrungsstufen.
Die Kurzgrasvegetation des Plateaus wird in den Quellen mit nordamerikanischer Prärie und mongolischer Steppe verglichen. Kleine Gewässer beherbergen Nördlichen Kammmolch und Europäischen Laubfrosch; seit 2018 stand das 195 Hektar große Naturschutzgebiet zum Verkauf, und die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe erwarb einen Großteil davon.
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