Kalvarienberg, Religiöser Bergstandort in Blankenheim, Deutschland.
Der Kalvarienberg ist ein 523 Meter hoher Hügel im Naturschutzgebiet Lampertstal bei Alendorf, auf dem vierzehn Kreuzwegstationen aus rotem Sandstein stehen. Die Stationen säumen einen gut einen Kilometer langen Aufstieg vom Dorf, und Wacholderbüsche stehen in Abständen von wenigen Metern auf dem Kalk-Magerrasen. Ein Kreuz markiert den Gipfel, an dem einst eine Kapelle stand.
Die ersten sieben Stationen wurden zwischen 1663 und 1680 von Graf Salentin Ernest von Manderscheid-Blankenheim errichtet. Im 19. Jahrhundert kamen sieben weitere Stationen hinzu und erweiterten das religiöse Werk.
Der Name Kalvarienberg verweist auf Golgota, den Hügel der Kreuzigung; gewählt wurde er, weil der Kelberg und die Alendorfer Landschaft den Grafen Salentin Ernst an Jerusalem erinnerten. In der Karwoche steigen Pilger gut einen Kilometer von der gotischen Kirche St. Agatha (1494) hinauf und passieren dabei die Kreuzwegstationen, die das Leiden Christi darstellen. Auf dem Berg stehen insgesamt vierzehn Stationen, weitere Kreuze aus rotem Sandstein sind um den Gipfel gruppiert.
Der Aufstieg vom Dorf Alendorf bis zum Gipfel beträgt gut einen Kilometer und führt an den Kreuzwegstationen vorbei. Der Hügel liegt im Naturschutzgebiet Lampertstal und Alendorfer Kalktriften, wo weidende Schafe den Kalk-Magerrasen offen halten. Die teilweise stark verwitterten Stationen wurden mit Unterstützung der NRW-Stiftung restauriert.
Eine Herde von etwa 600 Schafen beweidet die Hänge und erhält dabei die Landschaft offen. Diese natürliche Bewirtschaftung unterstützt die Heimat für 31 verschiedene Orchideenarten und viele Schmetterlinge.
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