Villa Wernerstraße 10 & 12, Denkmalgeschützte Villa in Grunewald, Berlin.
Wernerstraße 10/12 ist eine zweigeschossige Villa im Grunewald-Viertel mit drei deutlich erkennbaren Fassadenachsen und dekorativen dreieckigen Giebeln über den Fenstern des ersten Stocks. Das Gebäude zeigt aufwendig gestaltete Fensterblenden mit Tropfenornamenten und reliefverzierte Kartuschen an den geschwungenen Bogenfenstern des zweiten Geschosses.
Architekt Wilhelm Walther entwarf dieses Wohngebäude in den Jahren 1896 bis 1897 für den Verkehrswissenschaftler Gustav Kemmann. Der ursprüngliche Besitzer lebte dort bis zu seinem Tod 1931.
Das Haus zeigt die Vorlieben der wohlhabenden Berliner Gesellschaft im späten 19. Jahrhundert und wie sie ihre Häuser mit aufwendigen Details ausgestalteten. Die Ornamente und Fensterformen spiegeln den Geschmack einer Zeit wider, in der solche Villen den sozialen Status ihrer Bewohner ausdrückten.
Die Villa liegt im wohlhabenden Wohnviertel Grunewald und steht unter Denkmalschutz, daher ist das Äußere gut erhalten geblieben. Besucher können die Fassade vom Gehweg aus bewundern, wobei die Details am besten bei Tageslicht sichtbar sind.
Die zentrale Achse des Hauses beherbergt ein hervortretendes Erkerfenster mit rundbogigen Fenstern im zweiten Geschoss, das die Villa von den umgebenden Bauten unterscheidet. Dieses markante Merkmal zeigt die Kreativität des Architekten bei der Gestaltung einer individuellen Wohnform für seinen anspruchsvollen Kunden.
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