Siemensstadt, Industriebezirk in Spandau, Deutschland.
Siemensstadt ist ein Gewerbegebiet im Nordwesten Berlins mit Fabrikhallen, Verwaltungsgebäuden und Wohnkomplexen auf knapp 6 Quadratkilometern. Die Gegend behält ihre industrielle Struktur, während einzelne Bereiche heute für neue Zwecke umgenutzt werden.
Die Gegend entstand 1913, als das Unternehmen Siemens & Halske Grund erwarb, um Fabriken für Elektrotechnik zu bauen. Dieser Anfang formte die Struktur, die das Gebiet bis heute prägt.
Das Viertel zeigt eine Mischung aus massiven Fabrikgebäuden und Wohnhäusern, die das Leben von Arbeitern und Ingenieuren zusammenbrachten. Diese Verbindung von Produktion und Wohnen prägt bis heute das Erscheinungsbild und den Rhythmus des Alltags in der Gegend.
Die U7-U-Bahn-Linie verbindet die Gegend direkt mit dem Zentrum Berlins und hat mehrere Haltestellen im Gebiet. Wer zu Fuß erkunden möchte, sollte beachten, dass die Fläche groß ist und sich besser auf einzelne Abschnitte konzentriert.
Das Gebiet beherbergt nicht nur Fabrikbauten, sondern auch sogenannte Siedlungen, speziell entworfene Wohnquartiere für Arbeiter mit Gärten und sozialen Einrichtungen. Diese frühe Form des Werkswohnungsbaus zeigt ein ungewöhnliches Modell aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.
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