Lapidarium żydowskie w Kołobrzegu, Jüdisches Gedenkmonument in Kołobrzeg, Polen
Das Lapidarium Żydowskie w Kołobrzegu ist eine Gedenkstätte nach einem Entwurf von Zygmunt Wujek, eingeweiht am 24. Oktober 2000 im Kurpark an der Ecke Zdrojowa- und Mickiewicza-Straße, auf dem Gelände des ehemaligen jüdischen Friedhofs. Es besteht aus sechs Macewy (Matzevot), die auf einem Grundriss des Davidsterns angeordnet sind und aus zwei jüdischen Vorkriegsfriedhöfen der Stadt gerettet wurden. Eine Gedenktafel trägt Inschriften in Polnisch, Hebräisch und Deutsch.
Vor dem Zweiten Weltkrieg existierten in Kołobrzeg zwei jüdische Friedhöfe, die während der Kristallnacht am 9. und 10. November 1938 zerstört wurden. Die wenigen erhaltenen Steine wurden später zu diesem Denkmal zusammengetragen, um die Geschichte nicht zu vergessen.
Das Denkmal trägt Inschriften in drei Sprachen und erinnert an die jüdische Gemeinde von Kołobrzeg, die einst die Stadt prägte. Die Anordnung der Steine bildet ein sichtbares Zeichen der Erinnerung und Trauer im öffentlichen Raum.
Das Denkmal liegt im Kurpark der Stadt und ist leicht vom Stadtzentrum aus zu erreichen. Es ist jederzeit zugänglich und bietet sich für einen kurzen Besuch während eines Spaziergangs durch den Park an.
Das Lapidarium wurde nach einem Entwurf von Zygmunt Wujek gestaltet und am 24. Oktober 2000 eröffnet. Bei der Feier sprachen Mitglieder der jüdischen Gemeinde Stettin das Kaddisch, das Gebet für die Toten. Aus der Eröffnung entstand zudem die Veranstaltungsreihe Dni Tolerancji (Tage der Toleranz), die von 2000 bis 2003 in Kołobrzeg für Jugendliche stattfand.
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