Hus Aren, Kulturdenkmal in Niedersachsen, Deutschland
Hus Aren ist eine archäologische Stätte mit Überresten einer mittelalterlichen Burg in Niedersachsen. Die Fundamente, Mauern und andere Strukturelemente stammen aus verschiedenen Bauphasen und zeigen die Entwicklung der Fortifikation über mehrere Jahrhunderte.
Hus Aren war eine Niederungsburg der Herren von Arnheim, erstmals urkundlich erwähnt 1273, als Herzog Johann von Braunschweig-Lüneburg dem Bischof von Minden bescheinigte, keine Rechte an der Burg zu haben. Mitte des 13. Jahrhunderts erwarben die Grafen von Schaumburg Anteile und verdrängten das Geschlecht derer von Arnheim. Ein Streit zwischen Bischof und Grafen endete 1302 mit der Schleifung der Burg.
Der Name Hus Aren steht für „Haus derer von Arnheim“, benannt nach dem Adelsgeschlecht, das die Burg innehatte. Die Grafen von Schaumburg verdrängten es Mitte des 13. Jahrhunderts; nach 1300 verschwindet die Familie aus den Schriftquellen, vermutlich ging sie in der Oberschicht von Stadthagen auf. Heute liegt der Hügel auf einer Weide an einem Feldweg, markiert durch eine kleine Gehölzgruppe mit einem auffälligen Einzelbaum.
Die Burgstelle liegt auf einer Wiese an einem Feldweg, etwa 400 m östlich von Nordholz und rund 3,5 km nordwestlich von Schloss Bückeburg. Die Kontur des Burggrabens ist vor allem im Frühjahr bei Hochwasser zu erkennen, in trockenen Zeiten kaum. Der Burghügel ist nur etwa 0,5 m hoch; ohne den markanten Einzelbaum als Orientierung ist die Stelle leicht zu übersehen.
Unter den rund 720 mittelalterlichen Keramikfragmenten vom Burgplatz befindet sich ein kompletter Krug. Die ältesten Stücke datieren die Burg in die Mitte des 12. Jahrhunderts, und Krüge und Kannen aus Siegburger Steinzeug belegen Handelsbeziehungen weit über die Bückeburger Aue hinaus.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.641 Mitwirkenden weltweit.