Windmühle Kühlungsborn, Erdholländermühle in Kühlungsborn, Deutschland
Die Kühlungsborn-Windmühle ist eine Erdholländermühle: ein konischer Holzkörper auf Ziegelsockel mit ebenerdigem Umgang. Ihre vier Flügel erhielten 1936 eine Ventikante und ein kettenbetriebenes Drehheck. Um 1900 ersetzte eine Windrose den Mühlensteert.
1791 wurde in Brunshaupten erstmals eine Mühle im Mecklenburgischen Staatskalender erwähnt, 1841 als Erbwindmühle bezeichnet. Um 1900 erhielt sie eine Windrose, der Mühlensteert wurde entfernt; 1910 kaufte Müllermeister Haacker sie für 40.000 Mark. Die Renovierungen 1913 und 1936 ersetzten die Flügel und brachten ein per Kette bedientes Drehheck.
Der Name der Mühle bezeichnet ihren Typ: eine Erdholländer-Mühle, die ebenerdig und nicht auf einem Hügel errichtet wurde. Die Müllersfamilie Haacker betrieb sie bis 1961, als sie nach Hamburg flüchtete; danach stand das Gebäude leer, bis es von 1987 bis 1991 restauriert wurde. Nach einem Umbau 2010 bis 2011 dienen die Räume als Ferienwohnung.
Die Mühle steht im Kühlungsborner Ortsteil Brunshaupten, wo sie bereits 1791 erwähnt wurde. Seit dem Umbau 2010 bis 2011 dient sie als Ferienwohnung; das Innere ist nicht als Museum zugänglich, das Bauwerk wird von außen betrachtet. Als Baudenkmal zeigt sie außen noch die Jalousieflügel von 1936 mit Ventikante und das von außen mit einer Kette bediente Drehheck.
1936 erhielt die Mühle ein Drehheck, eine drehbare Klappe, die über auf Stangen sitzende Fliehgewichte geöffnet und geschlossen und von außen mit einer Kette bedient wurde. 1953 steigerten ein Doppelwalzstuhl und eine Zentrifugal-Sichtmaschine die Kapazität auf eine Tonne Feinmehl pro Tag; eine Schälmaschine ermöglichte zudem Gerstenflocken, Graupen und Grütze.
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