Schloss Tullau, Renaissanceschloss im Landkreis Schwäbisch Hall, Deutschland
Schloss Tullau ist ein Renaissanceschloss im Landkreis Schwäbisch Hall mit zwei Wohntürmen, die durch eine hölzerne Galerie verbunden sind. Die Kapelle zeigt romanische Merkmale mit einem Kreuzgewölbechor und einem tonnengewölbten Schiff.
Die Anlage wurde erstmals 1090 erwähnt und erlebte unter Schenk Walther von Limpurg im 13. Jahrhundert bedeutende Umbauten, bei denen ein rechteckiger Wohnturm entstand. Diese frühen Strukturen prägen das Gebäude bis heute.
Der Ort ist eng mit dem Bildhauer Leonhard Kern verbunden, der die Anlage ab 1642 prägte und sie von einem Adelssitz in einen bürgerlichen Wohnsitz umwandelte. Sein Einfluss spiegelt sich in der künstlerischen Bedeutung wider, die der Ort bis heute ausstrahlt.
Das Schloss befindet sich seit 1851 in privatem Besitz der Familie Huber und kann nicht im Inneren besichtigt werden. Das Grundstück liegt am Rand des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer und bietet von außen einen Blick auf die Gesamtanlage mit umgebenden Gärten und Wiesen.
Eine Tonfigur namens der Tullauer Narr schmückte einst den Schlossbrunnen und befindet sich heute im Hällisch-Fränkischen Museum. Sie zeigt die künstlerische Verbindung des Ortes zur regionalen Kulturgeschichte.
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