Schloss Tullau, Renaissanceschloss im Landkreis Schwäbisch Hall, Deutschland
Schloss Tullau ist ein Renaissanceschloss im Landkreis Schwäbisch Hall mit zwei Wohntürmen, die durch eine hölzerne Galerie verbunden sind. Die Kapelle zeigt romanische Merkmale mit einem Kreuzgewölbechor und einem tonnengewölbten Schiff.
Der Ort Tullau wird 1090 genannt, das Schloss selbst entstand jedoch im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts, wohl unter Schenk Walther von Limpurg, als rechteckige Wohnturmanlage mit Ringmauer. Ein zweiter Bauabschnitt, vermutlich unter dem limpurgischen Lehensmann Heinrich von Tullau (erwähnt 1290), ersetzte die Nordringmauer durch Flügelmauern um einen großen Hof und fügte einen zweigeschossigen Turm hinzu. 1581 wurden die beiden Wohntürme zu einem Renaissancebau vereint.
Die Tonfigur des Tullauer Narren, wohl einst Teil einer Brunnenanlage, stammt aus der Zeit Leonhard Kerns; noch im 19. Jahrhundert war sie im Garten zu sehen, heute bewahrt das Hällisch-Fränkische Museum in Schwäbisch Hall sie auf. Als Kern das Gut 1642 erwarb, schätzte die Stadt es bereits als bürgerliches Gut und nicht mehr als Schloss ein.
Das Schloss befindet sich seit 1851 in privatem Besitz der Familie Huber und kann nicht im Inneren besichtigt werden. Das Grundstück liegt am Rand des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer und bietet von außen einen Blick auf die Gesamtanlage mit umgebenden Gärten und Wiesen.
Eine Tonfigur namens der Tullauer Narr schmückte einst den Schlossbrunnen und befindet sich heute im Hällisch-Fränkischen Museum. Sie zeigt die künstlerische Verbindung des Ortes zur regionalen Kulturgeschichte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.220 Mitwirkenden weltweit.