Plauer Brücke, Straßenbrücke über die Havel in Brandenburg an der Havel, Deutschland
Die Plauer Brücke ist eine genietete Stahlfachwerkbrücke mit Halbparabel-Fachwerkträgern, die die Havel zwischen Plaue und Margarethenhof überspannt. Sie ist 130 Meter lang und 10,7 Meter breit, hat zwei Stützen im Flussbett und dazwischen eine Spannweite von 42,7 Metern. Die Fahrbahn ist gepflastert, die Geländer sind im Jugendstil gestaltet.
Bereits im 13. Jahrhundert bestand an der natürlichen Engstelle der Havel eine Brücke; 1244 zerstört, wurde sie ab 1459 wieder errichtet und in diversen Kriegen, darunter der Dreißigjährige Krieg, erneut zerstört. Die 1829 neu erbaute Brücke stürzte unter der Last ein, lag doch die Postlinie Berlin–Magdeburg hier; von 1836 bis 1837 erfolgte der Wiederaufbau. Die heutige genietete Stahlfachwerkbrücke stammt von 1903 bis 1904; ihr Mittelteil wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört und danach wieder aufgebaut. Nach Sperrung ab Oktober 2020 wurde sie am 30. März 2026 nach einer rund fünf Millionen Euro teuren Sanierung wiedereröffnet.
Der Name Alte Plauer Brücke unterscheidet sie von der 2002 eröffneten neuen Havelbrücke. Die genieteten Halbparabelträger und die Jugendstil-Geländer stammen aus dem Bau von 1903 bis 1904; die historischen Geländer werden nach und nach restauriert und wieder angebracht.
Die Brücke ist nur für Fußgänger und Fahrradfahrer freigegeben, seit ein neuer Brückenzug neben ihr entstanden ist. Der Weg über die Brücke bietet gute Sicht auf den Fluss und die Umgebung.
Die Brücke ist eine der wenigen erhaltenen Brücken der Region aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg; ihre Jugendstilgeländer werden nach der Sanierung von 2020 bis 2026 nach und nach restauriert und wieder angebracht. Die alten Fußwege aus Holzbohlen bleiben gesperrt, die Geländer sind daher von der Fahrbahn aus zu sehen.
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