Schloss Plaue, Barockschloss in Plaue, Brandenburg an der Havel, Deutschland
Schloss Plaue liegt am Westufer der Havel, dort wo sie den Plauer See verlässt, und zeigt Barockarchitektur mit einem angelegten Garten. Der Park erstreckt sich nach Süden entlang des Sees und verbindet verschiedene Wasserflächen miteinander.
Der Ort war vom 12. bis 15. Jahrhundert ein strategischer Punkt zwischen Brandenburg und Magdeburg und kontrollierte Flussübergänge. Diese Position machte ihn zu einem wichtigen Ort für die territoriale Sicherung der Region.
Der Name Plaue erscheint erstmals 1197 als Name eines nach der Burg benannten Geschlechts; Angehörige wie Heinrich de Plawe waren dem Bischof von Brandenburg verpflichtet. Der Ort selbst wird 1216 als Hauptgrenzort zwischen den Bistümern Brandenburg und Magdeburg erwähnt.
Das Schloss steht am Westufer der Havel unmittelbar am Abfluss aus dem Plauer See; der Landschaftsgarten erstreckt sich südlich am Seeufer bis zum Wendsee. Die Anlage liegt im Stadt- und Ortsteil Plaue von Brandenburg an der Havel an der alten Handelsstraße, der heutigen Bundesstraße 1. Die Brücke über die Havel, die die frühere Fährverbindung ersetzte, wurde 1463 fertiggestellt.
Das Schloss steht auf dem Platz eines slawischen Burgwalls; bei Erdarbeiten fand man Scherben aus dem 9. bis 12. Jahrhundert. Das Gelände liegt etwa zwei Meter über dem Umland, unmittelbar am Havelufer, eine für slawische Burgen wie Parey oder Pilatsch typische Lage.
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