Gartenstadt Plaue, Gartenstadt in Brandenburg an der Havel, Deutschland.
Gartenstadt Plaue ist eine Wohnsiedlung mit etwa 212 Häusern, die auf einer Anhöhe in einer Wiesenlandschaft nahe dem Plauer See liegt. Die Häuser haben jeweils einen großen Garten von etwa 180 Quadratmetern, sind mit Wohnzimmern zur Straße hin geplant und haben Schlafzimmer unter dem Dach.
Der Architekt Paul Schmitthenner entwarf die Siedlung 1916 für Arbeiter der Königlich Preußischen Pulverfabrik in Kirchmöser. Das Projekt entstand als Teil der damaligen Reformbewegung, die bessere Wohnbedingungen für Arbeiterfamilien schaffen wollte.
Die Siedlung zeigt Merkmale der Gartenstadtbewegung, bei der jedes Haus mit Grünflächen und Abstand zur Straße geplant wurde. Besucher sehen noch heute, wie diese Gestaltung den Wohnalltag prägt: viel Platz um die Häuser, begrünte Wege und ein Gefühl von Offenheit statt enger Bebauung.
Die Siedlung ist leicht zu erkunden, da die Häuser nach einem regelmäßigen Plan angelegt sind und breite, ruhige Straßen und Wege das Gelände durchziehen. Besucher sollten sich Zeit nehmen, um die Straßen zu Fuß zu gehen und die unterschiedlichen Häusertypen sowie die begrünten Bereiche zwischen den Gebäuden zu entdecken.
Die Siedlung wird von zwei besonderen Straßenzügen geprägt: Lewaldstraße verläuft als Hauptstraße durch die Mitte, während Scheidstraße wie eine schützende Mauer entlang der östlichen Grenze verläuft. Diese ungewöhnliche Anordnung schuf einen eigenen Siedlungscharakter, der Offenheit nach innen und Abschirmung nach außen kombiniert.
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