Geysir Andernach, Kaltwasser-Geysir in Andernach, Deutschland.
Der Andernacher Geysir ist ein Kaltwassergeysir auf der Namedy-Halbinsel im Rhein, der durch einen artesischen Brunnen aus 350 Metern Tiefe gespeist wird. Die Fontänen schießen in Abständen von etwa zwei Stunden in die Höhe und können je nach Gasdruck zwischen 30 und 60 Metern erreichen.
Ein Bohrloch wurde 1903 gebohrt, um Mineralwasser zu gewinnen, und setzte versehentlich vulkanisches Kohlendioxid frei, das den Geysir antreibt. Zwischen 1957 und 2006 blieb die Anlage geschlossen, bis sie für Besucher reaktiviert und als Naturdenkmal neu eröffnet wurde.
Der Name Namedy-Halbinsel erinnert an das alte Herrenhaus, das einst in der Nähe stand, während Besucher heute die regelmäßigen Eruptionen vom Schiffsdeck aus beobachten. Viele Reisende nutzen die Wartezeit zwischen den Ausbrüchen, um die Uferlandschaft zu erkunden oder Fotos vom aufsteigenden Wasser zu machen.
Der Besuch beginnt im Museum am Rheinufer, wo ein Rundgang die Entstehung des Geysirs erklärt, bevor das Schiff zur Halbinsel ablegt. Die Gesamtdauer beträgt etwa drei Stunden, und bequeme Schuhe sind für die Wege rund um die Anlegestelle empfehlenswert.
Das Wasser aus dem Brunnen behält eine konstante Temperatur von etwa 20 Grad Celsius, weil es durch vulkanisches Gas nach oben gedrückt wird, nicht durch Hitze. Diese Eigenschaft unterscheidet den Geysir von heißen Quellen in Island oder Nordamerika.
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