Auf den Holln 1–3, Villa aus dem 19. Jahrhundert in Bochum-Ost, Deutschland.
Auf den Holln 1–3 ist eine zweigeschossige, späthistoristische Putzvilla unter Walmdach, die 1898 in Bochum-Werne errichtet wurde. Ein Risalit gliedert die Straßenfassade, ein Turm und mehrere Anbauten ergänzen den Baukörper. Seit 1991 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.
Das Haus wurde 1898 als Direktorsresidenz für die Westfälische Drahtwerke erbaut und stand später lange leer. 1981 besetzten Bewohner das Gebäude und sicherten damit seinen Erhalt durch eine formale Vereinbarung mit der Stadt.
Die Besetzer nannten das Gebäude „Villa Kunterbunt“ nach dem Haus der Kinderbuchfigur Pippi Langstrumpf. 1981 war es eine von mindestens vier Hausbesetzungen in Bochum, noch im selben Jahr schloss die Stadt Nutzungsverträge mit den Besetzern. Ende 2025 lebten dort zwölf Hausbesetzerinnen und ein älteres Ehepaar.
Das Gebäude steht im östlichen Teil von Bochum und ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Informationen zum Besuch oder aktuellen Zustand sollten bei der Stadt oder lokalen Denkmalbehörden erfragt werden.
Die Besetzung begann 1981, als die leerstehende Villa zum Abriss vorgesehen war; im selben Jahr wurden in Bochum mindestens drei weitere Häuser besetzt. Noch 1981 schloss die Stadt Nutzungsverträge mit den Besetzern, 2012 beschloss sie den Verkauf. Ende 2025 wohnten dort noch zwölf Menschen und ein älteres Ehepaar, bis das Haus am 18. Dezember 2025 wegen Brandschutzmängeln geräumt wurde.
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