Indianerbrunnen, Steinbrunnen am Werderplatz, Südstadt-Viertel von Karlsruhe, Deutschland
Der Indianerbrunnen auf dem Werderplatz in Karlsruhe-Südstadt ist ein Wasserbrunnen aus den 1920er-Jahren mit einer einzigartigen doppelseitigen Steinskulptur. Das Kunstwerk zeigt auf der einen Seite ein Gesicht und auf der anderen Seite die Züge des Architekten, der es entworfen hat.
Die Brunnenanlage entstand in den 1920er-Jahren als Zusammenarbeit zwischen dem Architekten Friedrich Beichel und dem Bildhauer August Meyerhuber. Das Projekt war nicht unumstritten und stieß zunächst auf Widerstand in der Bevölkerung.
Das Brunnengesicht trägt Züge, die auf Besucher aus Nordamerika hinweisen, und zeigt eine künstlerische Auseinandersetzung mit fernen Kulturen, wie sie in Europa des frühen 20. Jahrhunderts üblich war. Diese Darstellung prägt das Aussehen des Platzes bis heute und weckt Gespräche über historische Perspektiven auf andere Völker.
Der Brunnen befindet sich zentral auf dem Werderplatz im Südstadt-Viertel und ist leicht zu Fuß erreichbar. In der Nähe gibt es öffentliche Einrichtungen und der Platz dient als Treffpunkt und Marktfläche für die Nachbarschaft.
Die Gesichtszüge auf einer Seite waren von einem Performer aus Nordamerika inspiriert, der in den 1920er-Jahren mit einem Zirkus in Karlsruhe auftrat. Diese unmittelbare Verbindung zu einem realen Darsteller gibt dem Kunstwerk eine persönliche Geschichte, die sonst nicht offensichtlich ist.
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