St. Albanus und Leonhardus, Neugotische Kirche in Manheim, Deutschland.
St. Albanus und Leonhardus ist eine ehemalige katholische Pfarrkirche in Manheim, einem Stadtteil von Kerpen, erbaut 1898 bis 1900 nach Plänen von Franz Statz. Das Schiff zeigt rotbraune Kreuzrippengewölbe auf cremefarbenen Wänden und helle Steinsäulen; dunkle Holzbänke führen zum Altar vor drei hohen Lanzettfenstern mit Glasmalerei und einem Kruzifix. Blau verkleideter Altartisch, hoher geschnitzter Retabel, zwei kleinere Holzschreine an den Seitenwänden, Ambo und Lesepult gehören zum Altarraum; links steht eine Statue auf einer Säule.
Eine erste Kirche an diesem Ort stammt aus der Karolingerzeit, wurde aber mehrmals erneuert. Die heutige neugotische Version entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Ersatz für ältere Vorgängerbauten.
Die Kirche war dem heiligen Alban von Mainz und dem heiligen Leonhard von Limoges geweiht; ein Leonhard geweihter Altar ist bereits 1540 belegt. Zum 1. Januar 2013 wurde die Pfarrei aufgelöst und der Pfarre St. Martinus in Kerpen zugeschlagen, am 18. Mai 2019 wurde die Kirche profaniert. Für das neue Manheim war eine Kapelle mit rund vierzig Plätzen als Ersatz vorgesehen.
Die Kirche wurde am 18. Mai 2019 profaniert und wird nicht mehr für Gottesdienste genutzt; Öffnungszeiten gibt es daher nicht zu erfragen. Sie steht frei auf einer leichten Anhöhe im Süden Manheims, umgeben von einer Grünanlage mit Backsteinmauer, zwischen Buirer Straße im Westen, Sankt-Albanus-Straße im Süden und Blatzheimer Straße im Osten. Nahezu alle Nachbargebäude wurden zwischen Ende 2019 und Anfang 2020 abgerissen.
Das Gebäude bewahrt Teile des ursprünglichen Chors aus früheren Bauperioden in seiner modernen neugotischen Struktur. Diese Überreste zeigen, wie verschiedene Bauepochen übereinander geschichtet wurden.
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