Wassertürme Charlottenburg, Wasserturm in Charlottenburg, Deutschland.
Der Wasserturm Westend ist ein Backsteinbauwerk aus dem frühen 20. Jahrhundert an der Kreuzung Eschenallee und Rüsternallee, das als Wasserspeicher für Charlottenburg konzipiert wurde. Das Gebäude besitzt eine klar erkennbare zylindrische Form mit einer massiven Basis und wird durch seine charakteristische rote Farbgebung geprägt.
Der Bau wurde 1909 unter der Leitung des Architekten Heinrich Seeling begonnen, um Berlins wachsenden Wasserbedarf zu decken. Das Projekt war Teil einer großen Infrastrukturentwicklung, die die Versorgung einer schnell expandierenden Stadt sichern sollte.
Der Turm stammt aus einer Zeit, in der Berlin seine Wassersysteme modernisierte und dabei Stile prägte, die bis heute in der Stadt sichtbar sind. Die rote Backsteinfassade und die klare Geometrie des Bauwerks zeigen, wie Ingenieure damals Funktionalität und Ästhetik miteinander verbanden.
Der Turm liegt an einer belebten Straßenecke und ist leicht zu erreichen, wenn man in der Gegend von Charlottenburg unterwegs ist. Als geschütztes Denkmal kann es von außen besichtigt werden, wobei ein Umweg durch die Nachbarschaft den besten Blick auf das Bauwerk bietet.
Das ursprüngliche Projekt sah ein Restaurant unter dem 2-Millionen-Liter-Wassertank vor, ein ehrgeiziger Plan, der letztendlich nie umgesetzt wurde. Dieser vergessene Traum zeigt, wie Berliner Planer damals Alltägliches mit Vergnügen verbinden wollten.
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