Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd, Stadtarchiv in Schwäbisch Gmünd, Deutschland.
Das Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd ist in einem Fachwerkhaus untergebracht, das 1578 als städtische Lateinschule unter Bürgermeister Paul Goldstainer errichtet wurde. Das Gebäude zwischen Münsterplatz und Augustinerkloster diente von 1803 bis 1932 als Stadtschreiberei und von 1832 bis 1881 als evangelische Volksschule. Seit 1955 wird es ausschließlich als Archiv genutzt. Das Archiv verwahrt rund 4.000 laufende Meter Archiv- und Sammlungsgut, darunter 48.000 Bibliotheksmedien; etwa ein Viertel der Bestände lagert in Notmagazinen.
Das Archiv hat seine Wurzeln im 14. Jahrhundert mit dem Stadtschreiber Berthold und ist damit eine der ältesten Institutionen der Stadt. Die Sammlung wuchs über Jahrhunderte hinweg durch die kontinuierliche Erfassung von Verwaltungsakten, Verträgen und persönlichen Unterlagen.
Das Archiv bewahrt die Erinnerungen an die Stadt in handschriftlichen Dokumenten und Fotografien auf, die zeigen, wie Menschen hier gelebt und gearbeitet haben. Diese Sammlungen erzählen von Handwerksbetrieben, Familien und wichtigen Ereignissen, die das Zusammenleben geprägt haben.
Das Archiv ist an bestimmten Tagen zugänglich und es ist empfehlenswert, einen Besuch im Voraus zu planen. Man sollte sich Zeit nehmen, um die gewünschten Materialien zu recherchieren und gegebenenfalls den Mitarbeitern konkrete Fragen zu stellen.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die gesamte Sammlung zur Sicherung in einem Salzbergwerk untergebracht und dort mehrere Jahre lang gelagert. Diese Maßnahme rettete die wertvollen Dokumente vor Bombardierungen und Zerstörung.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.654 Mitwirkenden weltweit.