Waldglashütte unter dem Hilsborn, archäologische Stätte in Deutschland
Die Waldglashütte unter dem Hilsborn war eine Glasherstellungsstätte aus dem frühen 17. Jahrhundert in einem bewaldeten Tal bei Grünenplan, die grünes Waldglas (Waldglas) herstellte. Die Fabrik verfügte über mehrere Öfen aus Stein und Ton, Arbeiterhäuser und Lagerbereiche für die Glasproduktion entlang des kleinen Baches.
Die Glasfabrik wurde um 1624 gegründet und begann die Produktion um 1630, wurde aber kurz darauf während des Dreißigjährigen Krieges um 1635 oder 1636 angegriffen. Die Produktion setzte sich fort und der Betrieb endete schließlich um 1667 oder 1668.
Der Name der Waldglashütte stammt vom nahen Bach Hilsborn, der als Wasserquelle für die Glasherstellung diente. Das Gelände war ein Arbeitsplatz für etwa 39 Menschen, darunter Glasbläser und Helfer, deren Namen in alten Kirchenregistern und Steuerlisten bewahrt sind.
Der Standort liegt etwa eineinhalb Kilometer südwestlich des Zentrums von Grünenplan in einem bewaldeten Bereich neben der Hauptstraße zwischen Grünenplan und Eschershausen. Als archäologischer Ort ist das Gelände geschützt, und Besucher können während spezieller Veranstaltungen wie dem Tag der offenen Denkmäler teilweise Zugang haben.
Archäologen entdeckten einen dicken dunklen Boden aus Holzkohle, der die Feuerattacke von vor etwa 400 Jahren zeigt, zusammen mit Musketenkugeln und einer Kanonenkugel. Persönliche Gegenstände wie Schuhabsätze und Stofffragmente geben ein seltenes Bild vom täglichen Leben der Glasmacher und ihrer Familien.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.