Wasenberg, Berggipfel nahe Brandenburg an der Havel, Deutschland
Der Wasen-Berg ist ein Hügel in der Nähe von Brandenburg an der Havel mit einer Höhe von etwa 50 Metern. Von oben lassen sich die flache Landschaft und die umliegenden Gewässer der Region überblicken.
Mötzow und der Wasenberg gehörten seit dem Mittelalter dem Brandenburger Domstift. Da der Hügel hoch und gut sichtbar an der Straße nach Nauen lag, richtete das vom Rat der Stadt Brandenburg rechtlich unabhängige Domstift hier eine Hochgerichtsstätte mit Galgen und Richtrad ein; mindestens vom 16. bis ins 18. Jahrhundert fanden Hinrichtungen statt. 2016 gruben Archäologen der Universitäten Viadrina und Humboldt auf dem Berg und fanden einen mittelalterlichen Reitersporn und einen Armbrustbolzen.
Der Name Wasenberg geht auf das alte Wort Wasen für eine offene Grasfläche zurück. Am Ostersonntag treffen sich traditionell viele Brandenburger an den flachen Hängen des Berges zum Eiertrudeln, bei dem gefärbte Eier den Hang hinabrollen; der Brauch ist seit Generationen mit diesem Ort verbunden.
Der Wasenberg liegt nahe dem Dorf Mötzow in der Gemeinde Beetzseeheide, etwa 60 km westlich von Berlin und unweit von Brandenburg an der Havel. Er ist mit einem ausgedehnten Birkenforst bewachsen, und die Umgebung wird von der Bevölkerung für Erholungszwecke genutzt. Der Berg gehört zum Landschaftsschutzgebiet und Naturpark Westhavelland sowie zum SPA-Gebiet Mittlere Havelniederung.
Am Ostersonntag treffen sich traditionell viele Brandenburger zum Eiertrudeln an den flachen Hängen des Wasenbergs. 2016 fand auf dem Berg zudem eine archäologische Lehrgrabung der Europa-Universität Viadrina und der Humboldt-Universität zu Berlin statt, die dritte einer Reihe auf ehemaligen Richtplätzen in Brandenburg.
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