Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde, Holocaust-Gedenkstätte in der Tiergartenstrasse 4, Berlin, Deutschland
Das Memorial für die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Morde ist ein Denkmal an der Tiergartenstrasse 4 in Berlin-Mitte, das an eine staatlich organisierte Tötungskampagne erinnert. Die Installation besteht aus einer 24 Meter langen blauen Glaswand in Beton und bietet Informationsmaterial sowie Zugang zu Dokumentationen über die Opfer.
Das Denkmal erinnert an die Aktion T4, ein Programm zwischen 1940 und 1941, bei dem über 70.000 Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen systematisch getötet wurden. Diese Tötungen waren zentral für die rassenideologische Politik des Naziregimes geplant und koordiniert.
Der Ort zeigt Informationstafeln und Aufnahmen, die das Schicksal von Menschen mit Behinderungen während der Nazizeit dokumentieren. Besucher erfahren durch diese Materialien von der systematischen Verfolgung dieser Gruppe.
Der Ort ist rund um die Uhr zugänglich und liegt in der Nähe mehrerer öffentlicher Verkehrsmittel. Für Besucher mit Mobilitätsbeschränkungen gibt es barrierefreie Einrichtungen und Informationen in Brailleschrift.
Das Gebäude an der Tiergartenstrasse 4 war das Verwaltungszentrum, von dem aus die gesamte Tötungskampagne geplant und organisiert wurde. Dieses Haus galt als Befehlszentrale für eine der systematischsten Verfolgungsmaßnahmen des Naziregimes.
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