Zeltinger Platz, Denkmalgeschützter Platz und Park in Frohnau, Deutschland
Der Zeltinger Platz ist ein halbrunder Platz östlich der Brücke im Ortsteil Frohnau des Bezirks Reinickendorf in Berlin. Zusammen mit dem Ludolfingerplatz und der Straßenbrücke bildet er ein Baudenkmalsensemble, die Grünanlagen sind zudem als Gartendenkmal geschützt. Beide Plätze wurden im Jugendstil nach Plänen des Gartenarchitekten Ludwig Lesser im Auftrag des Grafen Guido Henckel von Donnersmarck angelegt.
Der Zeltinger Platz und der Ludolfingerplatz entstanden als Schmuckplätze der Gartenstadt Frohnau auf Veranlassung des Grafen Guido Henckel von Donnersmarck, der den Gartenarchitekten Ludwig Lesser mit der Planung der Grünanlagen beauftragte. Lesser ließ die Bahntrasse in einem schallschützenden Graben verschwinden, sodass die Brücke darüber die beiden im Jugendstil gestalteten Plätze verband. Der halbrunde Platz östlich der Brücke hieß bis zum 8. Juni 1937 Cecilienplatz nach der Kronprinzessin Cecilie zu Mecklenburg und wurde dann nach der Gemeinde Zeltingen-Rachtig in Rheinland-Pfalz benannt, entsprechend den Vergabeprinzipien der umgebenden Straßen.
Der Platz ist nach Zeltingen-Rachtig benannt, einem Weinort an der Mosel in Rheinland-Pfalz, entsprechend der Vergabepraxis für Straßen und Plätze in Frohnau, die Weinorte aufgreift. Bis zum 8. Juni 1937 hieß er Cecilienplatz nach der Kronprinzessin Cecilie zu Mecklenburg. Eine Papier- und Schreibwarenhandlung wird seit drei Generationen von der Familie Dettke betrieben, und das Kaffeehaus Zeltinger führt die Cafétradition des Ortes fort.
Der Platz liegt östlich der Brücke über die in einem Graben verlaufende Bahntrasse im Ortsteil Frohnau. Die Wege sind flach und für Besucher mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Die St. Johanneskirche steht auf dem Grundstück Zeltinger Platz 17/18, Postadresse Zeltinger Straße 2.
Das runde Brunnenbecken am Westrand des Platzes trug von 1931 bis 1942 die Bronzeskulptur Kugelläuferin von Otto Maerker. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Figur verschwunden; der Bildhauer Harald Haake formte die balancierende nackte Sportlerin nach dem Originalmodell neu, und der Berliner Senat ließ sie 1980 am ursprünglichen Standort wieder aufstellen.
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