Bockholter Berge, Naturschutzgebiet in Greven, Deutschland.
Die Bockholter Berge sind ein 61 Hektar großes Naturschutzgebiet (ST-032) östlich von Greven-Gimbte, zwischen der Ems und dem Schiffahrter Damm. Der nördliche Bereich entlang des mäandrierenden Gellenbachs ist mit Eichen- und teils Kiefernwald bewachsen, während im Kerngebiet, im Osten und Süden Kiefernmischwälder dominieren. Dazwischen liegen kleinflächige offene Sandflächen und Trockenrasen mit Wacholdersträuchern.
Das Gebiet wurde 1939 unter Schutz gestellt und bewahrt die Geschichte einer Landschaftsveränderung. Zwischen 1850 und 1900 verwandelte sich das Areal von offener Heide zu bewaldetem Land, eine Entwicklung, die das heutige Naturschutzgebiet prägt.
Das Gedenkkreuz und die Gedenktafel am Parkplatz der Bockholter Berge wurden 2001 von der Messdienerschaft der Johannes-Baptist-Gemeinde aus Gimbte errichtet. Sie erinnern an Franciszek Banas und Waclaw Ceglewski, zwei polnische Zwangsarbeiter, die am 14. August 1942 nahe dem Schiffahrter Damm bei Kilometerstein 10 erhängt wurden. Etwa hundert Polinnen aus Greven mussten der Hinrichtung zusehen.
Das Gebiet liegt östlich des Grevener Ortsteils Gimbte zwischen der Ems und dem Schiffahrter Damm; nördlich und westlich grenzt das Naturschutzgebiet Emsaue an. Beweidung mit Bentheimer Landschafen und Entbuschung überwachsener Flächen halten die Heide offen, daher können Teilflächen eingezäunt oder frisch gerodet sein. Kreuz und Gedenktafel stehen am Parkplatz der Bockholter Berge.
Das Gedenkkreuz und die Tafel am Parkplatz der Bockholter Berge wurden 2001 von der Messdienerschaft, den Ministranten der Johannes-Baptist-Gemeinde aus Gimbte, errichtet. Sie erinnern an Franciszek Banas und Waclaw Ceglewski, zwei polnische Zwangsarbeiter, die am 14. August 1942 ohne richterlichen Beschluss beim Kilometerstein 10 am Schiffahrter Damm erhängt wurden, weil man ihnen Beziehungen zu deutschen Frauen vorwarf. Die SA brachte rund hundert Polinnen aus Greven zur Hinrichtung. Verantwortliche wurden nie zur Rechenschaft gezogen; ein Verfahren aus den 1960er Jahren wurde eingestellt.
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