Spee’scher Graben, Gewässer in Carlstadt, Deutschland.
Der Spee’sche Graben ist ein von der südlichen Düssel gespeistes Gewässer in der Carlstadt, zwischen Poststraße und Berger Allee gelegen. Eine von der Poststraße zugängliche Halbinsel teilt ihn in einen größeren südlichen und einen schmaleren nördlichen Graben beim Palais Spee, heute Stadtmuseum. Die heutige Form mit den Uferbereichen entstand in den 1830er Jahren nach Plänen des Gartenbaumeisters Maximilian Weyhe.
Der Spee’sche Graben wurde ab 1806 im Bereich der ehemaligen Bastion Marie Amalie angelegt, nachdem der Frieden von Lunéville 1801 den Wiederaufbau der gesprengten Düsseldorfer Festungsanlagen untersagt hatte. Ab 1802 wurden die alten Schutzgewässer umgebaut und ein Ring von Parkanlagen mit Teichen geschaffen. Seine heutige Form mit den Uferbereichen entstand in den 1830er Jahren nach Plänen des Gartenbaumeisters Maximilian Weyhe; um 1885 wurde für den Hochwasserschutz eine direkte Verbindung zum Rhein gebaut.
Seinen Namen trägt der Graben nach dem benachbarten Palais Spee, in dem heute das Stadtmuseum untergebracht ist. Bis Ende des 19. Jahrhunderts verpachtete die Stadt ihre Gewässer zum Fischfang: 1878 bis 1891 zahlten die Reichsgrafen von Spee jährlich 75 Mark Pacht für den Spee'schen Graben, ein Betrag, der im Haushalts-Etat Düsseldorfs aufgeführt ist.
Entlang des Grabens führen Wege, die es Besuchern erlauben, den Ufer zu erkunden und die Umgebung zu genießen. Achte auf unebene Stellen und Vegetation, die den Weg teilweise versperren kann, besonders nach Regenfall.
Da der Spee’sche Graben trotz des Zuflusses von der Düssel weitgehend ein stehendes Gewässer ist, setzen sich Trübstoffe, das Herbstlaub der Uferbäume und absterbende Wasserpflanzen ab, und er verschlammt schnell. Deshalb wird er in kurzen Zeitabständen entschlammt, um die Bildung von Sumpfgas mit Geruchsbelästigung für die nahen Stadtbereiche zu verhindern; im Haushaltsetat der Stadt Düsseldorf stehen dafür seit den 1880er Jahren regelmäßig Geldbeträge.
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