Ochsenpferchbunker, Luftschutzbunker in Neckarstadt-West, Deutschland
Der Ochsenpferchbunker ist ein Betonbauwerk an Mannheims nördlichem Neckarufer mit Wänden von etwa 1,1 Meter Dicke. Die Struktur erstreckt sich über vier oberirdische Geschosse sowie ein Kellergeschoss und war ursprünglich für den Schutz von Tausenden Menschen ausgelegt.
Das Bauwerk entstand zwischen 1941 und 1943 während des Zweiten Weltkriegs, erbaut von Zwangsarbeitern mit etwa 10.000 Kubikmetern Stahlbeton. Im September 1943 überstand es einen direkten Treffer einer 500-Kilogramm-Bombe unversehrt.
Das Gebäude beherbergt seit 2018 das MARCHIVUM und zeigt Ausstellungen zur Geschichte Mannheims sowie ein Dokumentationszentrum zur Zeit des Nationalsozialismus. Besucher können hier persönliche Geschichten und Dokumente aus dieser Zeit entdecken.
Das Gebäude wurde 2016 vollständig erneuert und erhielt zwei verglaste Obergeschosse, die den Zugang erleichtern und neue Ausblicke bieten. Die moderne Innenausstattung mit Archivräumen und Ausstellungsflächen ermöglicht bequemes Besichtigen mehrerer Ebenen.
Das Bunkerwerk wurde 1943 durch eine schwere Luftmine beschädigt, die einen Krater in der Nähe hinterließ, wobei die Hauptkonstruktion jedoch standhalten konnte. Diese Robustheit war ein wichtiger Grund, das Gebäude nach dem Krieg zu bewahren.
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